Startup auf dem Land

Raumpioniere berichten über neue Modelle der Daseinsvorsorge  

Von der medizinischen Versorgung über Schulbildung, Angebote aus Kunst und Kultur bis hin zur Abwasserentsorgung – Im Rahmen eines Symposiums am 2. September in der Hansestadt Stendal berichten Raumpioniere aus dem In- und Ausland von ihren exemplarischen Projekten und praktischen Erfahrungen, wie sie in dünn besiedelten Regionen die Daseinsvorsorge anders gestalten oder gleich selbst in die Hand nehmen.  

 Alternativen der Daseinsvorsorge für ländliche Regionen mit Abwanderungsproblemen stehen im Mittelpunkt eines Symposiums am Donnerstag, dem 2. September 2010 in der Hansestadt Stendal. Die IBA Stadtumbau 2010 in Sachsen-Anhalt hat erstmals Raumpioniere eingeladen, um ihre Ideen und bereits bewährten Projekte vorzustellen. Unter dem Titel „Service light – Raumpioniere in schrumpfenden Regionen“ beschäftigt sich die ganztägige Veranstaltung mit der Frage, ob in den Bereichen technische Versorgung, Mobilität, Gesundheit, Bildung und Kultur neue, andere Standards gesetzt werden können. Dabei geht es um einen Modernisierungsprozess, der das Wenigerwerden akzeptiert und darauf angemessen reagiert. Denn Lebensqualität hängt längst nicht mehr von einer Zunahme der Einwohnerzahlen und wachsender Infrastruktur ab, sondern von neuen Ideen für das Serviceangebot schrumpfender Regionen.

Das Symposium möchte Raumpionieren, die sich in dünn besiedelten Regionen engagieren, ein Podium bieten und mit ihnen neue Wege der Daseinsvorsorge diskutieren, die durch Schrumpfung notwendig werden. So wird sich beispielsweise das Europäische Zentrum für erneuerbare Energie (EEE) aus dem österreichischen Güssing präsentieren, das mit Partnern aus ganz Europa nachhaltige, regionale Konzepte zur Nutzung erneuerbarer Energieträger entwickelt. Das Beispiel der Freien Dorfschule Wallmow in Brandenburg wird zeigen, wie auch mit deutlich weniger Schülern als bisher gewohnt eine Ganztagsschule organisiert werden kann. Eine Gemeindeschwester berichtet über Patientenbetreuung per Hausbesuch, durch die die weniger werdenden Hausärzte entlastet und der ärztlichen Unterversorgung ländlicher Räume entgegengetreten wird.

Wie sich die Lage in Sachsen-Anhalt darstellt, erläutert der zuständige Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, André Schröder. Abgerundet wird das Symposium durch einen Vortrag zum Thema „Selbstverantwortungsräume“ von Jürgen Aring, Professor für Stadt- und Regionalplanung an der Universität Kassel.

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung bis zum 15. August 2010 unter info@iba-stadtumbau.de. Rückfragen unter 0340 / 65 08 207.  

                                                                                                                                 

Pressekontakt: Maren Franzke, presse@iba-stadtumbau.de, 0340-6508-458

 

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